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23. Oktober 2017   TECHNISCHE ANALYSE

Mit dem Trend bringt den Gewinn – Die Methode der technischen Analyse bietet Anlegern entscheidende Vorteile

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Fundamentale Analyse und Technische Analyse stehen keinesfalls im Widerspruch zueinander, wie es oft den Anschein hat. Im Gegenteil, beide Methoden ergänzen sich in idealer Weise. Die Technische Analyse stellt Anlegern das Instrumentarium zur Verfügung, um aus den Charts das reale Verhalten der Investoren zu erkennen. Erreichte Kursziele sind dann in der Struktur eines Charts erkennbar. Die technische Analyse leistet daher wertvolle Hilfe dabei, beginnende und endende Trends sowie Seitwärtsphasen zu erkennen. Der Anleger erhält ein Handels-Gerüst, um selbst schnell und effizient Entscheidungen treffen zu können.

Die Methode der Fundamentalen Analyse beruht darauf, auf Basis makro-ökonomischer Faktoren (Konjunktur) sowie mikro-ökonomischer Daten (Unternehmensbewertungen) eine Prognose für die künftige Entwicklung eines Marktes oder eines einzelnen Unternehmens zu erstellen.

Bezüglich eines Unternehmens ist dies dann in der Regel die Angabe eines Kursziels auf Sicht von sechs oder zwölf Monaten. Dieses Kursziel ist das Ergebnis der Auswertung der aktuellen Bilanz, der Beurteilung des Marktumfelds in welchem Unternehmen tätig ist, also beispielsweise der Wettbewerbssituation, sowie die erwartete Preisentwicklung. Daraus wird die Gewinnschätzung für den entsprechenden Prognosezeitraum abgeleitet. Übergeordnete konjunkturelle Einflüsse runden dann das Bild ab. Nach der Veröffentlichung der nächsten Quartalszahlen wir die Prognose des Kursziels dann bei Notwendigkeit angepasst.   

Doch eine Frage bleibt: Handeln die Investoren auch gemäß der veröffentlichten Prognose? Es nutzt einem Anleger wenig, wenn nur er die empfohlene Aktie kauft, der breite Markt jedoch auf der Verkäuferseite steht. Genau hier kommt jetzt die Technische Analyse ins Spiel. 

 

Die technische Analyse erkennt die Bewegungsdynamik

Die Methode der Technischen Analyse beruht darauf, mithilfe von Charts Kursbewegungen zu untersuchen, um künftige Trends oder Trendwechsel zu bestimmen. Der Chart ist also die grafische Darstellung dieser Kursbewegungen. Der Kurs selbst, also der Preis einer Aktie, der am Markt erzielt wurde, ist daher die wichtigste Information. Der Charttechniker muss also nicht wissen, „warum“ ein Marktpreis sich verändert (das erledigen die Fundamental-Analysten), sondern nur, „wie“ er es tut. Also bespiel weise wann eine Bewegung entsteht, welche Kursmuster dabei ausgebildet werden und welche Dynamik dahinter steckt. Alle diese Informationen ergeben sich direkt aus dem Kursverlauf.

Dadurch wird die Information, welches fundamentale Kursziel im Markt gekannt ist um die Information ergänzt, ob, beziehungsweise wann die Investoren in die Richtung auch wirklich handeln. Wird nämlich ein oberes Kursziel erreicht, und kommen keine neuen positiven Meldungen in den Markt, wird der Aktienkurs eher auf diesem Niveau pendeln beziehungsweise zurückfallen, statt weiter dynamisch zu steigen. In der Charttechnik nennt man diesen Kursbereich eine „Widerstandszone“. Erst wenn beispielsweise neue positive Meldungen in den Markt kommen, kaufen Investoren jetzt auch auf diesem Niveau, der Widerstand wird nach oben durchbrochen, die neuen Kursziele werden angesteuert. Ein neuer Trend beginnt!

Dabei spielt die Technische Analyse sogar bei ökonomischen Prognosen eine Rolle. So lässt die Analyse der Charts von Gold, Anleihen, Währungen oder Öl wichtige Rückschlüsse auf die künftige konjunkturelle Entwicklung zu.

 

Charts spiegeln Emotionen wider – die Technische Analyse nutzt diese zur Kursprognose

Psychologische Einflüsse, etwa Herdentrieb, Angst und Gier, Panik oder Euphorie, bestimmen ebenfalls unser Anlageverhalten. Diese Einflüsse sind in den Charts als emotionale Muster zu erkennen. Nicht umsonst hat im Jahr 2017 Prof. Richard Thaler für seine Forschungen zur „Behavioral Finance“ den Nobel-Preis für Wirtschaft erhalten. Menschliche Verhaltensweisen sind in bestimmten Situationen eben nicht zufällig, sondern unterliegen „psychologischen Regeln“. Die menschliche Psyche beeinflusst demnach in hohem Maße unser Anlageverhalten, die Charts machen dieses Verhalten sichtbar.

 

Die technische Analyse liefert Anlegern entscheidende Vorteile

-          Einer der wesentlichen Vorteile der technischen Analyse im Vergleich zur fundamentalen Analyse liegt darin, dass sie konkrete Handelssignale zum Ein- und Ausstieg generiert. Damit setzt sie in idealer Weise auf den Ergebnissen der fundamentalen Analyse auf und liefert Anlegern effiziente Handelsinformationen.

-          Sie funktioniert allgemeingültig in allen Märkten, seien es Aktienmärkte, Devisen, Zinsen oder Rohstoffe.

-          Sie funktioniert über alle Zeiträume. Sie können also im Intraday-Bereich im Wesentlichen dieselbe Methodik anwenden, die Sie auch bei der Analyse von Charts, die sich über mehrere Jahre erstrecken, verwenden.

-          Die Technische Analyse ist das geeignete Instrument, um das Markt-Timing zu bestimmen, also die genauen Einstiegs- und Ausstiegspunkte. Sie können Ihr gesamtes Handelskonzept auf dieser Methodik ausarbeiten.

-          Ein wesentlicher Bestandteil jedes Handelns an den Aktienmärkten ist die Risikobegrenzung. Anhand von Chartformationen lassen sich sinnvolle Stop-Loss-Marken definieren.

 

Einladung an AnlegerPlus-Leser zu einem kostenfreien VTAD-Treffen

Sind Sie neugierig geworden und möchten mehr über die Methode der technischen Analyse erfahren?

Die Vereinigung technischer Analysten Deutschlands e.V. (VTAD e.V.) hat es sich als gemeinnütziger Verein zur Aufgabe gemacht, Anlegern die Methode der Technischen Analyse auf seriöse Art näher zu bringen. Wir bieten unseren fast 1.400 Mitgliedern, Profis sowie Privatanlegern, eine „Charttechnische Heimat“. Bei unseren monatlichen Treffen in neun deutschen Städten profitieren Sie von Vorträgen ausgewiesener Experten und verbessern ihr Anlageverhalten durch den persönlichen Austausch mit gleichgesinnten Anlegern, Tradern und professionellen Technischen Analysten.  

Dabei sind Sie uns auch als Gast immer herzlich willkommen und zahlen nur 30 Euro für einen hochkarätigen Vortragsabend.

Die VTAD kooperiert hier gerne mit der SdK Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V., indem unsere Verbände sich gegenseitig unterstützen, u. a. auch über eine Medienkooperation mit AnlegerPlus. Ich lade Sie daher heute herzlich ein, eine Regionalgruppe Ihrer Wahl einmal kostenfrei zu besuchen. Die jeweils aktuellen Vortragsthemen sowie die Veranstaltungsorte entnehmen Sie bitte der VTAD-Homepage (www.VTAD.de). Alle weiteren Fragen wird Ihnen dann der jeweilige Regionalmanager gerne beantworten.

Das gesamte Vorteilspaket – Regionaltreffen, kostenfreie Mitgliederversammlung, stark vergünstigte VTAD-Veranstaltungen sowie Rabatte auf Produkte unserer Fördermitglieder – erhalten Sie für nur 120 Euro Jahresbeitrag, die wertvollen Kontakte gibt es gratis dazu.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei all Ihren Investments!

Dr. Gregor Bauer

Vorstandsvorsitzender VTAD e.V.   




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